Schwimmen macht fit: Ein gelenkschonender Allroundsport

Schwimmen macht fit: Ein gelenkschonender Allroundsport

Schwimmen – bei kaum einem anderen Sport kann ich mich zugleich so sehr verausgaben, als auch von vollkommen abschalten.

Ich schwimme bereits seit meiner frühesten Kindheit und bin schon bei uns im Pool in Spanien mit 2 Jahren umhergetaucht und „geschwommen“. Seit einem halben Jahr bin ich auch Schwimmtrainerin bei meinem Triathlon Verein und ehrenamtlich aktiv im DLRG tätig, weshalb ich mich circa fünfmal die Woche im Schwimmbad befinde und davon dreimal selbst trainiere.

Warum ist Schwimmen ein gutes Muskel-Workout und Konditionstraining?

Schwimmen stellt die ideale Kombination aus Ausdauer, Muskelaufbau und Fettverbrennung dar.

Schwimmen kann man in jedem Alter – es ist zum Beispiel zuckersüß, dem Kind von meiner Schwimmtrainerin bereits im Alter von 3 Jahren bei seinen ersten Delphinversuchen zuzuschauen.

Schwimmen ist einer der gelenkschonendsten Sportarten überhaupt, weil unser Körper durch den Auftrieb zum großen Teil vom Wasser getragen wird, sodass Übergewicht nicht auf den Knien und Gelenken lastet (anders als beispielsweise beim Laufen). Deswegen ist Schwimmen ein idealer Weg für Übergewichtige, Körpergewicht zu verlieren, ohne ihren Gelenken Schäden auszusetzen. – aber auch für Schwangere, Rentner und Menschen in der Rehabilitation nach Verletzungen.

Schwimmen verbrennt sehr viele Kalorien die Stunde. Grund ist, dass wir mit jeder Bewegung gegen den Widerstand im Wasser ankämpfen. Dieser Kampf gegen den Widerstand erfordert einen hohen Körpereinsatz und eine dementsprechenden hohen Energieumsatz.

Zudem wird durch das Schwimmen der Blutzuckerspiegel gesenkt (super für Diabetiker).

Durch das Gefühl, durchs Wasser zu schweben, ist Schwimmen ein ideales Mittel gegen Burnout und Stress.

Vor allem durch den Beinschlag wird der Transport von Blut zum Herz unterstützt, sodass Schwimmen auch Venenerkrankungen vorbeugen kann.

Schwimmen stärkt die Atemmuskulatur und die Lungenfunktion und ist deswegen auch sehr hilfreich bei Asthmatikern (natürlich in Rücksprache mit dem Arzt).

Welche Schwimmarten gibt es?

  • Delphin – der ästhetischste Schwimmstil und meiner Meinung auch der kraftraubendste.
  • Rücken – sehr gelenkschonend und super gegen Rückenschmerzen, weil v.a. die Rückenmuskulatur aufgebaut wird.
  • Brust – die Standardart: jeder kennt Brustschwimmen. Meiner Meinung nach ist es aber den ungesundesten Schwimmstil (v.a. für Knie und Gelenke) weil man eine sehr unnatürliche Beinbewegung macht.
  • Kraul – Meine Lieblingsschwimmart. Ich komme damit am schnellsten vorwärts und empfinde sie als am Angenehmsten – das ist natürlich jedem selbst überlassen.

Was braucht man alles beim schwimmen?

  • Geduld und Durchhaltevermögen: Schwimmen lernt man leider nicht so leicht wie Laufen und die richtige Technik ist immanent wichtig. Deswegen braucht man v.a. Geduld und muss sich erstmal quälen, bis es einem nach und nach leichter fällt.
  • Badeanzug oder Badehose
  • Schwimmbrille
  • Badekappe
  • Poolboy/Brett/Paddles / Kurzflossen und sonstiges Zubehör -> wenn ihr schon etwas Erfahrung habt und euer Training optimieren wollt.

Schwimmen lernen – Wie starte ich?

Wenn ihr noch nie in eurem Leben „sportlich“ geschwommen seid, damit meine ich jetzt nicht das standardmäßige Brust mit Kopf über Wasser schwimmen, würde ich euch raten, euch einen Schwimmverein in eurer Nähe zu suchen und einen Anfängerkurs zu machen. Nur durch Youtube Videos kann man nämlich nicht richtig sauber schwimmen lernen.

Mens Health hat hier eine gute Serie zum Kraulschwimmen lernen geschrieben.


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