Stimmt es, daß Eiweißpulver schädlich ist?

Stimmt es, daß Eiweißpulver schädlich ist?
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Hin­ter dieser Frage steck­en eigentlich zwei. Zum einen wird angenom­men, daß Eiweißpul­ver etwas anderes ist als natür­liche Pro­tein­quellen wie Fleisch, Fisch, Eier oder Milch­pro­duk­te. Die ist aber nicht der Fall, denn Pro­tein­pul­ver wird genau aus diesen hergestellt. Die gängi­gen Quellen sind Milch‑, Molke‑, Kartoffel‑, Ei- oder Sojapro­tein, aus denen es durch ver­schiedene Ver­fahren gewon­nen wird. Zusät­zlich wird es in der Regel mit Vit­a­mi­nen und Min­er­al­stof­fen angere­ichert.

Pro­tein­pul­ver hat gegenüber den Aus­gang­spro­duk­ten oder Fleisch sog­ar viele Vorteile. So besitzt es z.B. keine Purine, die u.a. für Gicht ver­ant­wortlich gemacht wer­den. Außer­dem ist es leichter zu ver­dauen, hat viele zusät­zliche Vit­a­mine und Min­er­al­stoffe, besitzt weniger tierische Fette und ist zudem gün­stiger als Fleisch, Fisch oder Eier, wenn man den Preis pro Gramm Pro­tein berech­net.
Aber natür­lich kann ein Pro­tein­shake den Geschmack eines safti­gen Steaks oder leck­eren Omeletts nicht erset­zen. Zudem hat die langsamere Ver­dau­ung viel­er natür­lich­er Pro­tein­quellen auch Vorteile, da z.B. hier­bei über einen län­geren Zeitraum dem Kör­p­er Aminosäuren zum Muske­lauf­bau zuge­führt wer­den, als dies durch Pro­tein­pul­ver gewährleis­tet wer­den kann.

Die eigentliche Frage lautet dem­nach also nicht ob Eiweißpul­ver schädlich ist, denn sein Kon­sum ist in dieser Hin­sicht sog­ar bess­er als Unmen­gen an Fleisch zu essen. Die Frage lautet vielmehr ob ein erhöhter Pro­teinkon­sum durch Pro­tein­pul­ver z.B. für Nieren­schä­den ver­ant­wortlich gemacht wer­den kann. Hier kann man eine ganz klare Ent­war­nung geben. Bei bis­lang kein­er Studie kon­nte eine Schädi­gung gesun­der, intak­ter(!) Nieren durch den Kon­sum von Pro­tein­pul­ver fest­gestellt wer­den, selb­st wenn dieser dauer­haft erfol­gte. Den­noch sollte man immer den Ratschlag geben, bei hohem Eiweißkon­sum, egal ob durch Prä­parate oder naturbe­lassene Pro­duk­te, auch genug Flüs­sigkeit zu trinken, um die Abbaupro­duk­te auszuschei­den. 1 Liter pro 20kg Kör­pergewicht ist hier eine gute Richtlin­ie.

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