Flexible Dieting — zurück zu einem normalen Essverhalten

Flexible Dieting — zurück zu einem normalen Essverhalten
4.2
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Wie ihr wisst, ver­suchte ich schon immer (mehr) abzunehmen und habe schon viele Pro­gramme und Ernährungs­for­men aus­pro­biert. So glück­lich ich auch über die Vorher-Nach­her Fotos war, ich bin es schon irgend­wie leid. Das ständi­ge Auf- und Ab, die vorgeschriebe­nen Rezepte und das schlechte Gewis­sen, wenn ich etwas Außer­plan­mäßiges aß.

Ganz auf mich allein gestellt funk­tion­ierte es aber auch nicht. Es ist toll, wenn jemand sagt: „Ein­fach Ernährung in Bal­ance hal­ten“, bei mir hat das bis jet­zt aber nicht wirk­lich zu einem pos­i­tiv­en Ergeb­nis geführt.

Ich habe mich entwed­er sehr stark eingeschränkt durch Ernährungspläne, ja hab sog­ar keine Lebens­mit­tel gegessen was nicht als Rezept dort verze­ich­net war – oder ich habe nach „Gefühl“ gegessen und zB. in ein­er Woche 6 kg zugenom­men! Ich hat­te ein schlecht­es Gewis­sen sobald ich auch nur eine Kleinigkeit naschte. Im Nach­hinein, wird mir ganz übel und ich ver­steh nicht, dass mir so ein Ver­hal­ten damals nor­mal vorgekom­men ist. Das gren­zt mein­er Mei­n­ung nach schon an eine Ess-Störung… wer weint denn bitte, weil er/sie eine Pra­line isst? Meine Güte – ich hätte damals auch nicht mit mir Zeit ver­brin­gen wollen, wenn ich ständig so sauer war, wenn jemand etwas vor mir aß! ^^ Im Anschluss habe ich mich dann stark eingeschränkt um „Fehler“ wieder gut zu machen – ein erneuter Rückschlag war vor­pro­gram­miert.

 

Flexibel sein aber trotzdem abnehmen

Naja, lange Rede kurz­er Sinn – ich möchte immer noch abnehmen und nach einem Jahr in dem ich viele Dinge aus­pro­biert habe, bin ich zu einem Schluss gekom­men: ich möchte ein­fach nicht mehr nach fix vorgegebe­nen Rezepten essen müssen und total aus dem Konzept gebracht wer­den, wenn mir zum Beispiel mein lieber Opa ein Häferl Kakao macht oder einen Donut schenkt wenn ich bei ihm bin. Füt­tern euch eure Großel­tern eigentlich auch so gern?

Ich möchte flex­i­bler wer­den aber trotz­dem nicht die Kon­trolle ver­lieren – eben mein Ver­hält­nis zum Essen nor­mal­isieren.

Ich habe mich weit­er­en­twick­elt und auch meine Ein­stel­lung hat sich geän­dert… meine bish­erige Mei­n­ung, dass wenn man gesund leben will eben GAR NICHTS gegessen wer­den darf, das nicht kom­plett clean ist, ist für mich selb­st nicht mehr trag­bar – zumin­d­est nicht wenn ich meine Lebens­freude behal­ten will. Außer­dem soll­ten die Gedanken sich nicht den ganzen Tag nur ums Essen drehen. Ernährung sollte nicht in zwei Kat­e­gorien eingeteilt wer­den – gut und schlecht und nichts dazwis­chen. Es gibt nicht umson­st den Aus­druck Soul­food oder Com­fort Food, das tut eben nichts für einen gesun­den Kör­p­er aber dafür etwas für einen gesun­den Geist.

 

Wie geht´s weiter?

Das wichtig­ste war mir, dass ich eine Ernährungsart finde, die mich auf meinem Abnehmweg, bei mein­er Fit­ness unter­stützt aber mir trotz­dem größt­mögliche Frei­heit lässt. Von der ich keine Pause in Form von Cheat­days brauche, an denen ich alle Gelüste wie eine Wahnsin­nige ver­suche zu stillen. Eine Ernährung die nor­malen Lebens­mit­tel und auch Essen, dass man nicht sel­ber kocht zulässt. Denn schließlich beste­ht das Leben aus mehr als der XY Anzahl an Ernährung Rezepten, die einem dann schon beim Hals raushän­gen.

Ich wusste schon vor der kür­zlich aus­pro­bierten Mod­ern Crash Diet, dass ich ernährung­stech­nisch etwas ändern möchte – hat­te aber zuerst keine Idee wie´s weit­erge­hen soll. Es war nur klar, dass ich nicht wie vorher weit­er­ma­chen wollte. Wie mir die Crash Diet wieder mal zeigte bin ich nicht der Typ für Low Carb und auch nicht für so wenige Kalo­rien – wie soll man da denn trainieren kön­nen? Und auch wenn mir das Fit­ness Pro­gramm, dass ich jet­zt ein Jahr lang gemacht habe lange gefall­en hat – ich hab gemerkt dass es Zeit ist weit­erzuge­hen, um neue Ziele zu erre­ichen.

Also kom­men wir zum Punkt! Ach, wenn ich nicht immer so auss­chweifen würde. Aber dann hät­tet ihr ja nix zum Lesen oder? Ich habe vorige Woche Don­ner­stag mit Flex­i­ble Diet­ing begonnen.

 

Was ist Flexible Dieting?

Beim Flex­i­ble Diet­ing oder auch IIFYM (if it fits your macros), geht es darum dass man essen kann was auch immer man will, solange es in die Makros passt.

Makros – oder Makro­nährstoffe – ist die für einen passend aus­gerech­nete Menge an Kohlen­hy­drat­en, Eiweiß und Fett, die man pro Tag essen sollte. Das sind die Ein­schränkun­gen. Es gibt einige Leute, die das auf sich allein gestellt machen aber da ich ja schon gemerkt hab, dass ich bess­er mit Unter­stützung arbeit­en kann und mir da auch das Fach­wis­sen fehlt, hab ich mich für ProF­it entsch­ieden.

Haupt­säch­lich deshalb, weil bei ProF­it das Team aus jun­gen Leuten beste­ht, die ich schon von Insta­gram kenne und sie mir sym­pa­thisch waren. Außer­dem sprechen die Ergeb­nisse, die mit ihrer Anleitung erre­icht wer­den kon­nten, ein­fach für sich. Auf Ihrer Home­page kann man sich zwis­chen der Pro­Zone und dem Per­son­al Coach­ing entschei­den, ich habe erst­mal die Pro­Zone gewählt.

 

Die ProZone Diät

Bei der Pro­Zone gibt es zwei Möglichkeit­en, entwed­er Pro­Zone Diät oder Pro­Zone Muske­lauf­bau – je nach dem eige­nen Ziel zu erre­ichen, entschei­det man sich für eins. Alter­na­tive: man holt sich bei­de im Kom­bi-Paket. Ich habe beschlossen jet­zt erst­mal in die Flex­i­ble Diet­ing zu gehen, denn auch wenn ich Muske­lauf­bau mache, mein primäres Ziel ist es noch immer ein paar Kilos zu ver­lieren.

Dort bekommt man die per­sön­lichen Makros dein­er Ernährung aus­gerech­net und den Energiebe­darf, erhält einen Train­ings­plan und Train­ingsvideos (Gym Split, Gym Ganzkör­p­er, Your Home Work­out). Außer­dem gibt es viele infor­ma­tive Doku­mente zu Flex­i­ble Diet­ing, in denen man mehr über den Kör­p­er erfährt und alle eventuell auf­tauchen­den Fra­gen wer­den mit Q&A Videos beant­wortet. Wenn man sich mit dem track­en der Kcal und Makros noch nicht ausken­nt wird einem auch das ganz genau erk­lärt.

Die Diät startet mit der Stof­fwech­sel-Phase, in der man wieder ein Gefühl für Ernährung, für den täglichen Kalo­rienbe­darf bekommt. Die Kalo­rien wer­den wöchentlich erhöht bis man den eignen Erhal­tungswert ken­nt, also die Gren­ze ab wann man wieder zunehmen würde. Das ist deshalb sehr wichtig, weil ich nicht die einzige bin, die vorher ein Indi­vidu­elles Pro­gramm gemacht hat oder eine Crash-Diät mit starkem Defiz­it. Der Stof­fwech­sel muss erst­mal wieder zur Aus­gangs-Sit­u­a­tion zurück­find­en. Denn es geht sich­er nicht nur mir so, dass der Nor­malver­bauch generell einem nicht bekan­nt ist bzw. viel zu niedrig eingeschätzt wird.

Darauf fol­gt die eigentliche Diät Phase und zum Schluss die Reverse Diet gegen den Jojo-Effekt.

 

Die Angst vor den Lebensmittel Kalorien

Ich habe also zuerst mal meinen per­sön­lichen Energiebe­darf aus­gerech­net bekom­men und die dazu passenden Makros. Zuerst war ich schock­iert und unsich­er, weil der Wert doch deut­lich höher war als ich dachte. Also ich habe im let­zten Jahr ja einige Male selb­st ver­sucht zu track­en und hab dort immer viel weniger Kalo­rien gegessen und auch gar nicht auf die Makros geschaut – was im Nach­hinein gese­hen wahrschein­lich der Grund war warum die Ernährung nicht funk­tion­iert hat.

Mein erster Gedanke war „Oh mein Gott, diese Lebens­mit­tel kann ich ja nicht essen – da nehme ich doch sich­er unglaublich zu!“. Es war direkt eine Angst vor den Kalo­rien und den daraus fol­gen­den Auswirkun­gen da. Doch das hat mich nur noch mehr bestärkt in mein­er Mis­sion – ich möchte wieder ein gesun­des Essver­hal­ten erre­ichen.

Trotz­dem kon­nte ich es nicht lassen und hab gle­ich mal an ProF­it geschrieben, was ich denn machen sollte, wenn ich gle­ich in der ersten Woche zunehmen würde. Ich bekam eine liebe Antwort – ein­fach mal aus­pro­bieren und wenn etwas nicht passen sollte, wür­den mir die Coach­es gle­ich weit­er­helfen- und mir wurde auch selb­st klar, dass ich mir schon wieder mal unnötig Sor­gen machte. Da merkt man, dass ich noch immer ein biss­chen in den unge­sun­den Gedanken drin­hänge, in der Angst vorm Zunehmen.

 

Flexible Dieting — wait and see

Aber ich esse mit­tler­weile seit fast ein­er Woche die vorgegeben Men­gen und hab abso­lut nichts zugenom­men! Ist das nicht Wahnsinn? Da quäle ich mich zuerst so lange mit Lebens­mit­teln, zu wenig essen und keinen Aus­nah­men – und dann komm ich drauf, dass ich immer schon mehr essen hätte kön­nen ohne, dass das Gewicht raufge­ht. Naja, wenig­stens weiß ich´s jet­zt!

Außer­dem habe ich mir auch Dinge gön­nen kön­nen oder auswärts essen und das ohne schlecht­es Gewis­sen. Also ich habe zum Beispiel leckere Lions-Corn­flakes aus­re­ichend genießen kön­nen oder ein Weck­erl dass ich mir geholt habe während mein­er Erledi­gun­gen in der Stadt.

Für viele mag das nach nichts beson­derem klin­gen aber für mich ist das ein großer Schritt. Auch wenn beim Flex­i­ble Diet­ing emp­fohlen wird, den Haupt­teil der Makros mit gesun­den Lebens­mit­teln zu füllen – man kann jed­erzeit alles ein­bauen, auf das man Lust hat.

Gemeinsam statt einsam

Wenn ich euch jet­zt auch neugierig gemacht hab und ihr Lust habt „flex­i­bel abzunehmen“ gibt es hier noch einen Vorteil für alle die bis zum Ende gele­sen haben!

Ich werde euch hier auf dem Laufend­en hal­ten.
Wenn ihr mich bei MyFit­ness­Pal (der gratis Track­ing App die ich ver­wende) hinzufü­gen wollt find­et ihr mich da auch. Immer toll, wenn man sich gegen­seit­ig inspiri­eren und unter­stützen kann.

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Hach – als ich meine Ernährung noch getrackt habe (14 Monate mit Essstörung), hat­te ich dieses Makro-Nährstoff­prob­lem auch öfters…

    Früchte und vor allem Gemüse habe ich immer sehr geliebt, weil ich nicht zu viele Fette essen wollte. Und wenn es doch Fett geben sollte, weil man ja eine gewisse Menge braucht, um gesund zu sein, dann soll­ten die Bitte immer an Eiweißen hän­gen – also Nüsse vorzugsweise
    Magerquark gibt es heute noch oft zum Früh­stück – dann allerd­ings mit Müs­li oder Nüssen.

    Das Prob­lem, dass ich kein Pro­tein mehr brauchte / „durfte“ hat­te ich ganz sel­ten mal – wenn Mama Fleisch zum Mit­tagessen machte und ich einen ganzen Magerquark (500g) mit Müs­li ver­schlun­gen hat­te… Da habe ich dann immer ver­sucht, Brot und Obst zu essen. Maiswaf­feln mag ich allerd­ings nicht wirk­lich – irgend­wie sind die Dinger aus Reis eher mein Fall.

    Liebe Grüße und danke für den Post – der hil­ft sich­er vie­len, die sich zum Jahresstart ans Track­en gewagt haben.

    1. Hi Tabea!

      Oje, ich hoffe dir gehts jet­zt schon bess­er. Ja Magerquark ess ich auch sehr gern, am lieb­sten mit Him­beeren Also ich hat­te das Prob­lem noch nie, bei mir ist es eher so dass der Fett Wert schnell mal voll ist ^^

      Ja, ich hoffe dass es jeman­den hil­ft – denn ich hab anfangs oft nach so ein­er Liste gesucht und bin nie fündig gewor­den, also dachte ich mir ich ver­such mal selb­st eine zu machen

      Liebe Grüße

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