Flexible Dieting – zurück zu einem normalen Essverhalten

Flexible Dieting – zurück zu einem normalen Essverhalten

Wie ihr wisst, versuchte ich schon immer (mehr) abzunehmen und habe schon viele Programme und Ernährungsformen ausprobiert. So glücklich ich auch über die Vorher-Nachher Fotos war, ich bin es schon irgendwie leid. Das ständige Auf- und Ab, die vorgeschriebenen Rezepte und das schlechte Gewissen, wenn ich etwas Außerplanmäßiges aß.

Ganz auf mich allein gestellt funktionierte es aber auch nicht. Es ist toll, wenn jemand sagt: „Einfach Ernährung in Balance halten“, bei mir hat das bis jetzt aber nicht wirklich zu einem positiven Ergebnis geführt.

Ich habe mich entweder sehr stark eingeschränkt durch Ernährungspläne, ja hab sogar keine Lebensmittel gegessen was nicht als Rezept dort verzeichnet war – oder ich habe nach „Gefühl“ gegessen und zB. in einer Woche 6 kg zugenommen! Ich hatte ein schlechtes Gewissen sobald ich auch nur eine Kleinigkeit naschte. Im Nachhinein, wird mir ganz übel und ich versteh nicht, dass mir so ein Verhalten damals normal vorgekommen ist. Das grenzt meiner Meinung nach schon an eine Ess-Störung… wer weint denn bitte, weil er/sie eine Praline isst? Meine Güte – ich hätte damals auch nicht mit mir Zeit verbringen wollen, wenn ich ständig so sauer war, wenn jemand etwas vor mir aß! ^^ Im Anschluss habe ich mich dann stark eingeschränkt um „Fehler“ wieder gut zu machen – ein erneuter Rückschlag war vorprogrammiert.

Flexibel sein aber trotzdem abnehmen

Naja, lange Rede kurzer Sinn – ich möchte immer noch abnehmen und nach einem Jahr in dem ich viele Dinge ausprobiert habe, bin ich zu einem Schluss gekommen: ich möchte einfach nicht mehr nach fix vorgegebenen Rezepten essen müssen und total aus dem Konzept gebracht werden, wenn mir zum Beispiel mein lieber Opa ein Häferl Kakao macht oder einen Donut schenkt wenn ich bei ihm bin. Füttern euch eure Großeltern eigentlich auch so gern?

Ich möchte flexibler werden aber trotzdem nicht die Kontrolle verlieren – eben mein Verhältnis zum Essen normalisieren.

Ich habe mich weiterentwickelt und auch meine Einstellung hat sich geändert… meine bisherige Meinung, dass wenn man gesund leben will eben GAR NICHTS gegessen werden darf, das nicht komplett clean ist, ist für mich selbst nicht mehr tragbar – zumindest nicht wenn ich meine Lebensfreude behalten will. Außerdem sollten die Gedanken sich nicht den ganzen Tag nur ums Essen drehen. Ernährung sollte nicht in zwei Kategorien eingeteilt werden – gut und schlecht und nichts dazwischen. Es gibt nicht umsonst den Ausdruck Soulfood oder Comfort Food, das tut eben nichts für einen gesunden Körper aber dafür etwas für einen gesunden Geist.

Wie geht´s weiter?

Das wichtigste war mir, dass ich eine Ernährungsart finde, die mich auf meinem Abnehmweg, bei meiner Fitness unterstützt aber mir trotzdem größtmögliche Freiheit lässt. Von der ich keine Pause in Form von Cheatdays brauche, an denen ich alle Gelüste wie eine Wahnsinnige versuche zu stillen. Eine Ernährung die normalen Lebensmittel und auch Essen, dass man nicht selber kocht zulässt. Denn schließlich besteht das Leben aus mehr als der XY Anzahl an Ernährung Rezepten, die einem dann schon beim Hals raushängen.

Ich wusste schon vor der kürzlich ausprobierten Modern Crash Diet, dass ich ernährungstechnisch etwas ändern möchte – hatte aber zuerst keine Idee wie´s weitergehen soll. Es war nur klar, dass ich nicht wie vorher weitermachen wollte. Wie mir die Crash Diet wieder mal zeigte bin ich nicht der Typ für Low Carb und auch nicht für so wenige Kalorien – wie soll man da denn trainieren können? Und auch wenn mir das Fitness Programm, dass ich jetzt ein Jahr lang gemacht habe lange gefallen hat – ich hab gemerkt dass es Zeit ist weiterzugehen, um neue Ziele zu erreichen.

Also kommen wir zum Punkt! Ach, wenn ich nicht immer so ausschweifen würde. Aber dann hättet ihr ja nix zum Lesen oder? Ich habe vorige Woche Donnerstag mit Flexible Dieting begonnen.

Was ist Flexible Dieting?

Beim Flexible Dieting oder auch IIFYM (if it fits your macros), geht es darum dass man essen kann was auch immer man will, solange es in die Makros passt.

Makros – oder Makronährstoffe – ist die für einen passend ausgerechnete Menge an Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett, die man pro Tag essen sollte. Das sind die Einschränkungen. Es gibt einige Leute, die das auf sich allein gestellt machen aber da ich ja schon gemerkt hab, dass ich besser mit Unterstützung arbeiten kann und mir da auch das Fachwissen fehlt, hab ich mich für ProFit entschieden.

Hauptsächlich deshalb, weil bei ProFit das Team aus jungen Leuten besteht, die ich schon von Instagram kenne und sie mir sympathisch waren. Außerdem sprechen die Ergebnisse, die mit ihrer Anleitung erreicht werden konnten, einfach für sich. Auf Ihrer Homepage kann man sich zwischen der ProZone und dem Personal Coaching entscheiden, ich habe erstmal die ProZone gewählt.

Die ProZone Diät

Bei der ProZone gibt es zwei Möglichkeiten, entweder ProZone Diät oder ProZone Muskelaufbau – je nach dem eigenen Ziel zu erreichen, entscheidet man sich für eins. Alternative: man holt sich beide im Kombi-Paket. Ich habe beschlossen jetzt erstmal in die Flexible Dieting zu gehen, denn auch wenn ich Muskelaufbau mache, mein primäres Ziel ist es noch immer ein paar Kilos zu verlieren.

Dort bekommt man die persönlichen Makros deiner Ernährung ausgerechnet und den Energiebedarf, erhält einen Trainingsplan und Trainingsvideos (Gym Split, Gym Ganzkörper, Your Home Workout). Außerdem gibt es viele informative Dokumente zu Flexible Dieting, in denen man mehr über den Körper erfährt und alle eventuell auftauchenden Fragen werden mit Q&A Videos beantwortet. Wenn man sich mit dem tracken der Kcal und Makros noch nicht auskennt wird einem auch das ganz genau erklärt.

Die Diät startet mit der Stoffwechsel-Phase, in der man wieder ein Gefühl für Ernährung, für den täglichen Kalorienbedarf bekommt. Die Kalorien werden wöchentlich erhöht bis man den eignen Erhaltungswert kennt, also die Grenze ab wann man wieder zunehmen würde. Das ist deshalb sehr wichtig, weil ich nicht die einzige bin, die vorher ein Individuelles Programm gemacht hat oder eine Crash-Diät mit starkem Defizit. Der Stoffwechsel muss erstmal wieder zur Ausgangs-Situation zurückfinden. Denn es geht sicher nicht nur mir so, dass der Normalverbauch generell einem nicht bekannt ist bzw. viel zu niedrig eingeschätzt wird.

Darauf folgt die eigentliche Diät Phase und zum Schluss die Reverse Diet gegen den Jojo-Effekt.

Die Angst vor den Lebensmittel Kalorien

Ich habe also zuerst mal meinen persönlichen Energiebedarf ausgerechnet bekommen und die dazu passenden Makros. Zuerst war ich schockiert und unsicher, weil der Wert doch deutlich höher war als ich dachte. Also ich habe im letzten Jahr ja einige Male selbst versucht zu tracken und hab dort immer viel weniger Kalorien gegessen und auch gar nicht auf die Makros geschaut – was im Nachhinein gesehen wahrscheinlich der Grund war warum die Ernährung nicht funktioniert hat.

Mein erster Gedanke war „Oh mein Gott, diese Lebensmittel kann ich ja nicht essen – da nehme ich doch sicher unglaublich zu!“. Es war direkt eine Angst vor den Kalorien und den daraus folgenden Auswirkungen da. Doch das hat mich nur noch mehr bestärkt in meiner Mission – ich möchte wieder ein gesundes Essverhalten erreichen.

Trotzdem konnte ich es nicht lassen und hab gleich mal an ProFit geschrieben, was ich denn machen sollte, wenn ich gleich in der ersten Woche zunehmen würde. Ich bekam eine liebe Antwort – einfach mal ausprobieren und wenn etwas nicht passen sollte, würden mir die Coaches gleich weiterhelfen- und mir wurde auch selbst klar, dass ich mir schon wieder mal unnötig Sorgen machte. Da merkt man, dass ich noch immer ein bisschen in den ungesunden Gedanken drinhänge, in der Angst vorm Zunehmen.

Flexible Dieting – wait and see

Aber ich esse mittlerweile seit fast einer Woche die vorgegeben Mengen und hab absolut nichts zugenommen! Ist das nicht Wahnsinn? Da quäle ich mich zuerst so lange mit Lebensmitteln, zu wenig essen und keinen Ausnahmen – und dann komm ich drauf, dass ich immer schon mehr essen hätte können ohne, dass das Gewicht raufgeht. Naja, wenigstens weiß ich´s jetzt!

Außerdem habe ich mir auch Dinge gönnen können oder auswärts essen und das ohne schlechtes Gewissen. Also ich habe zum Beispiel leckere Lions-Cornflakes ausreichend genießen können oder ein Weckerl dass ich mir geholt habe während meiner Erledigungen in der Stadt.

Für viele mag das nach nichts besonderem klingen aber für mich ist das ein großer Schritt. Auch wenn beim Flexible Dieting empfohlen wird, den Hauptteil der Makros mit gesunden Lebensmitteln zu füllen – man kann jederzeit alles einbauen, auf das man Lust hat.

Gemeinsam statt einsam

Wenn ich euch jetzt auch neugierig gemacht hab und ihr Lust habt „flexibel abzunehmen“ gibt es hier noch einen Vorteil für alle die bis zum Ende gelesen haben!

Ich werde euch hier auf dem Laufenden halten.
Wenn ihr mich bei MyFitnessPal (der gratis Tracking App die ich verwende) hinzufügen wollt findet ihr mich da auch. Immer toll, wenn man sich gegenseitig inspirieren und unterstützen kann.


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