Mit Pilates-Übungen richtig fit werden

Mit Pilates-Übungen richtig fit werden
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Pilates ist nach wie vor bei manch einem ver­schrien als so eine Art „Frauengym­nas­tik“ für Schwan­gere. Dabei zeugt dieses Urteil allerd­ings von absoluter Unken­nt­nis über die Möglichkeit­en der Übung, die ein nach­haltiges Pilates bere­it hält. Wer die richti­gen Pilates Übun­gen macht, der kann auf das Work­out im Fit­ness-Cen­ter get­rost verzicht­en.

Dabei muss allerd­ings fest­gestellt wer­den, dass es dur­chaus ver­schiedene Pilates-Stu­dios und auch ‑Train­er gibt. Die Band­bre­ite reicht vom Trainieren im Freien über den Mat­tenkurs Train­ing bis hin zu hoch­pro­fes­sionellen und indi­vidu­ellen Pilates-Kursen unter Anleitung diplomiert­er Lehrer wie etwa Jean-Claude Nel­son aus München.

Was ist Pilates?

Pilates ist eine bewe­gungszen­tri­erte Kör­per­schule, eine intel­li­gente Form des Bewe­gungs- und Fit­ness-Train­ings.

Pilates Übun­gen bilden Kraft, Kör­perge­fühl & Kör­perkon­trolle, Beweglichkeit, Sicher­heit & Gle­ichgewicht. Es wird sowohl mit als auch ohne Geräte trainiert und umfasst ein Reper­toire von über 500 speziellen Ganzkör­per­train­ing Übun­gen, die sich in Anforderung & Kom­plex­ität steigern.

 

Wozu Pilates?

Die Pilates Übun­gen wer­den mit den ver­schieden­sten Zielset­zun­gen geübt!

  • um gesamten Kör­p­er gesund & fit zu erhal­ten.
  • um einen angenehmen Aus­gle­ich zum Arbeit­sall­t­ag zu haben.
  • es ver­lei­ht Män­nern & Frauen eine wohl­pro­por­tion­ierte Fig­ur.
  • es ver­lei­ht eine anmutige, kraftvolle Hal­tung.
  • mit Pilates Übun­gen kön­nen Sie sich von Hal­tungs-Schmerzen befreien.
  • es befähigt zu Höch­stleis­tun­gen im Sport.

 

Was Pilates für Dich tut!

Das Pilates-Work­out wird es dir ermöglichen sich in deinem Kör­p­er wohl zu fühlen. Manchem mag es über­haupt zum ersten Mal seit Kind­heit ermöglichen sich zu fühlen, da in ein­er Gegen­reak­tion auf Schmerz oder Unwohl-Sein, oder auch um alles an mess­bar­er Leis­tung im Beruf aus sich zu holen, gel­ernt haben die Sig­nale deines Kör­pers aus dem “bewussten Wahrnehmen” zu ver­drän­gen, da sie stören.

Bei diesem Auss­chluss gehen aber auch viele der pos­i­tiv­en Sen­sa­tio­nen ver­loren — oder wer­den gedämpft — die dein eigen­er Kör­p­er dir anbi­etet, und deine innere Welt ver­liert an Reich­tum. Genuss­mit­tel, wie Alko­hol & Zigaret­ten, Café, helfen dir deine Stim­mung, Wach­heit & den Grad der Entspan­nung zu reg­ulieren & die teil­weise Leere der inneren Erfahrungswelt zu bere­ich­ern. Warum “Genuss­mit­tel” hier in Anführungsstrichen geschrieben ste­ht? Weil du deine x‑te Zigarette während der Arbeit wohl nicht wirk­lich genießt — son­dern zweck­ge­bun­den ein­set­zt. Eben­so das zweite oder dritte Glas Bier am Abend. Auch der x‑te Café ist heute wohl eher ein Mit­tel gewe­sen, die Anforderun­gen der Arbeit bewälti­gen zu kön­nen. Schnell aus einem Auto­mat­en gelassen oder aus der Fil­ter­mas­chine, in der er schon seit zwei drei Stun­den brodelt, möchte ich nicht unbe­d­ingt von Genuss reden.

Pilates Übun­gen lassen sich mit Rauchen, Café-Trinken oder einem guten Wein oder Bier jed­erzeit vere­in­baren.

Es ver­langt keine asketis­che Lebensweise. Du musst dich auch nicht erst aller Laster entledi­gen, um die pos­i­tiv­en Wirkun­gen zu genießen. Da du mit ein­fachen Pilates Übun­gen lernst schmerzfrei zu sitzen, zu gehen, zu ste­hen. Sich am Abend zu entspan­nen, dein Stress 1–2‑mal die Woche durch Bewe­gung abzubauen, kannst du aus dir selb­st her­aus leis­tungs­bere­it arbeit­en. Du kannst abends frisch & entspan­nt aus­ge­hen und last not least hast du freien Geist und die Frei­heit zurück­ge­won­nen Genuss­mit­tel wieder zu genießen und nicht nutzen zu müssen.

 

Wie du Pilates Übungen lernen kannst

Grund­sät­zlich lernst du es auf der Mat­te in beque­mer Klei­dung, ohne Schuhe in einem Anfänger Grup­penkurs oder im Einzelun­ter­richt, ähn­lich wie bei Yoga.

Anhand ersten fließen­den Bewe­gun­gen, lernst du dich (wieder) auf deinen Kör­p­er zu konzen­tri­eren. Deine Atmung auch in Bewe­gung ruhig & har­monisch zu hal­ten. Las es mich vere­in­facht sagen — Deine Tail­len­re­gion, zur schützen­den — stützen­den Basis all dein­er Bewe­gun­gen zu machen. Die dabei erlern­ten Übun­gen arbeit­en gle­ichzeit­ig auch an der Kräf­ti­gung & Beweglichkeit dein­er Kör­per­mitte, dem Schutz & der Mobil­i­sa­tion der Wirbel­säule und der Entspan­nung während und nach Anstren­gung.

Im All­ge­meinen laufen die ersten 4–5 Grup­pen­stun­den, bzw. die ersten 2–3 Pri­vatun­ter­richte ver­hält­nis­mäßig ruhig und mit Beto­nung auf Konzen­tra­tion ab, da das Work­out eine gewisse Genauigkeit in der Übungsaus­führung erfordert.

Trotz­dem ent­fal­ten die Pilates Übun­gen ihre entspan­nende & kräfti­gende Wirkung schon in der 1. Stunde.

Im weit­eren Ver­lauf, steigert sich der Schwierigkeits­grad der Übun­gen, kleine Acces­soires hal­ten Einzug in die Übung. Das Work­out in der ersten Lern­phase find­et haupt­säch­lich, wie auch bei der Yoga auf der Mat­te statt, damit du dich ganz auf die Arbeit an & mit deinem Kör­p­er konzen­tri­eren kannst. Auch kannst du ein gerätelos­es trainieren mit zunehmender Übung für dich alleine aus­führen und so nach­haltig in den Genuss der pos­i­tiv­en Wirkun­gen kom­men. Später kannst du mit den speziellen Geräten zunehmend anspruchsvolle & beson­ders inten­sive, vari­ierende Train­ing­sein­heit­en genießen.

 

Ein Einblick in die Entstehung von Pilates

Pilates Übun­gen grün­den auf dem Lebenswerk des in 1880 in Deutsch­land gebore­nen Joseph Huber­tus Pilates.

Joseph Hubert Pilates war von den damals herrschen­den Man­gelzustän­den geze­ich­net. Er hat­te mit zahlre­ichen schw­eren Krankheit­en zu kämpfen. Er war ein — kör­per­lich — eher schwäch­lich wirk­endes Kind, was ihn störte und dazu motivierte für sich selb­st mit einem Kräf­ti­gungstrain­ing zu begin­nen. In dieser eige­nen Krankheits- & Schwäch­esi­t­u­a­tion dürfte auch der große Respekt und die große Wirk­samkeit der Pilates Übun­gen in Bezug auf ver­let­zte Men­schen & schlechte Aus­gangsla­gen zu suchen sein.

Im Alter von 14 Jahren zeigte die selb­st-konzip­ierte Train­ingsweise bere­its so große Wirkung auf den Kör­p­er des jun­gen Pilates, dass er Mod­ell für die Anfer­ti­gung anatomis­ch­er Lehrtafeln saß.

Vor dem ersten Weltkrieg wan­derte Pilates nach Großbri­tan­nien aus, wo er aber während des Krieges als poten­tieller Staats­feind in Gefan­gen­schaft geri­et. In der Zeit dieser Gefan­gen­schaft half sein inzwis­chen sehr aus­gereiftes und von abend- & mor­gen­ländis­chen Gesund­heit­slehren bee­in­flusstes Train­ing seinen Mit­ge­fan­genen — welche der Leg­ende nach sämtlich, die große Grippewelle unbeschadet über­standen. Er bastelte aus den damals üblichen Lazarett-Bet­ten ver­schiede­nen Geräte, welche die Üben­den mith­il­fe abmon­tiert­er Bet­tfed­ern forderte und/oder unter­stützten. Noch heute ist bei den bei­den Haupt­geräten, dem Uni­ver­sal Reformer & dem Cadil­lac, die Ähn­lichkeit zu jenen Kranken­haus-Bet­ten deut­lich.

In dieser Phase ver­mute ich den Ursprung der gewalti­gen Kapaz­ität & Vielfalt in der (Wieder-)Herstellung ein­er Basis für weit­ere kör­per­liche Entwick­lun­gen bis hin zum Spitzen­sport. Auch das beson­dere Augen­merk auf geschützte, natür­liche Bewe­gung und effizientes Ler­nen & Arbeit­en dürfte hier beson­ders vor­angeschrit­ten sein — in der Rück­sicht auf seine ver­let­zten Mit­men­schen & Mit­ge­fan­genen.

Vor dem zweit­en Weltkrieg wan­derte Joseph Pilates in die USA aus, wo er als­bald nur ein Stock­w­erk von der dama­li­gen New York School of Bal­let, seine erste Schule eröffnete. Bald entspann sich ein inten­siv­er Kon­takt zu den Tänz­ern & Chore­ografen der dama­li­gen Zeit — ein­er Zeit die in mehrerlei Hin­sicht höchst span­nend war, da sich durch die inten­sive Arbeit von Chore­ografen wie Laban & Tänz­ern wie Cun­ning­ham und Gra­ham u.v.a.m. eine neue Auf­fas­sung von Tanz & Bewe­gung zu for­men begann Die schlussendlich zu einem Bruch mit den tradierten klas­sis­chen Bal­lett-Bewe­gun­gen führte. Die fol­gen­den 40 Jahre arbeit­ete Joseph mit Tänz­ern, hat­te selb­st als Büh­nen-Akro­bat und Selb­stvertei­di­gungslehrer Erfahrung in höch­ster Bewe­gungskun­st und ‑ausübung gesam­melt. So ver­wun­dert es wohl nicht, dass sich “Con­trol­o­gy”, wie Pilates seine Meth­ode nan­nte, nach einem 87 Jahre währen­den Leben, mit über 70 Jahren Entwick­lungszeitraum und unter ver­schieden­sten Anforderung­spro­filen, zu ein­er einzi­gar­tig reich­halti­gen Meth­ode entwick­elte, die glaub­haft, von Reha­bil­i­ta­tion stufen­los bis Spitzen­sport & Kör­perkun­st aller Niveaus ihre Wirkung ent­fal­tet.

Pilates in der Entwicklung allgemeiner Fitness

Die Geschichte zeigt, dass Pilates in Anwen­dung von Reha­bil­i­ta­tion bis hin zum Spitzen­sport seine Wirkung ent­fal­tet. Natür­lich macht es dabei auch nicht vor der Entwick­lung ein­er exzel­len­ten Basis- oder All­t­ags-Fit­ness halt.

Im Gegen­teil! Da Pilates Übun­gen eben unter der gle­ichzeit­i­gen Anforderung von Reha­bil­i­ta­tion & Spitzen­sport ste­hen, muss es sowohl den Kri­te­rien der Präven­tion (neuer­lich­er Ver­let­zun­gen) genüge leis­ten, wie auch jenen der Effizienz. Denn ein Beruf­ss­portler oder Spitzen­tänz­er kann es sich nicht leis­ten, in stun­den­langem EXTRA-Train­ing etwas zu erwirken — er muss den täglichen Anforderun­gen seines Sport-spez­i­fis­chen Train­ings die nötige Aufmerk­samkeit schenken kön­nen, und auch noch dazu in der Lage sein eine her­vor­ra­gende Leis­tung zu erbrin­gen. Anson­sten wäre er gezwun­gen jedes außer­tourliche Train­ing seinem eigentlichen Tech­nik­train­ing zu opfern.

Nur wenn sich mit vertret­barem Aufwand, in gegeben­er Zeit klare, mess­bare Fortschritte erzie­len lassen, die jenen anderen Meth­o­d­en über­legen sind, kann sich ein Beruf­ss­portler oder ‑tänz­er auf ein solch­es Train­ing ein­lassen!

Diese Kri­te­rien wer­den mit Ausze­ich­nung erfüllt, wie sich in den Stun­den­plä­nen von Tänz­ern, Sport­größen und Promi­nen­ten erse­hen lässt.

So selt­sam es auf den ersten Blick klin­gen mag — diesel­ben Kri­te­rien gel­ten für die Bil­dung und das Erhal­ten ein­er guten all­ge­meinen Fit­ness!

Denn jed­er von Ihnen hat einen fordern­den Beruf, der wenig Zeit lässt, die auch noch mit anderen Annehm­lichkeit­en und Pflicht­en gefüllt ist. In dieser weni­gen Zeit, ist es schön sich ganz auf sich zu konzen­tri­eren & in schnellen Schrit­ten, ohne Erschöp­fung einem Ziel ent­ge­gen zu arbeit­en — deinem Wohlge­fühl & dein­er Gesund­heit!

 

Pilates in der Geburtsvor- & Nachbereitung

Schwanger­schaft, Geburt & die Zeit danach gehören wohl zu jenen Peri­o­den, in denen Urkräfte wal­ten, den Kör­p­er verän­dern und das Wun­der der Ankun­ft eines neuen Lebens schenken.

Natür­lich ist diese Zeit auch mit emo­tionalen, kör­per­lichen & men­tal­en Verän­derun­gen behaftet, die an sich schon Stress aus­lösen. Zusät­zlich ist jede Mut­ter ein­mal das erste Mal in dieser Sit­u­a­tion und das unver­mei­dliche Uner­wartete löst Unsicher­heit, Freude, vielle­icht auch Äng­ste aus.

Viele Frauen fühlen sich wohler, wenn sie sich aktiv auf eine Geburt vor­bere­it­en kön­nen — den Kon­takt zum eige­nen, sich in dieser Phase ständig verän­dern­den Kör­p­er, gut erhal­ten.

Du willst auch die Gewis­sheit haben, dass dein Kör­p­er nach der Ankun­ft des kleinen neuen Lebens wieder zu jen­em for­men lässt, der er vorher war.

In bei­den Punk­ten ist Pilates eine her­vor­ra­gende Meth­ode! Die Übung schult inten­siv die Mitte, beson­ders den m. trans­ver­sus abdo­min­is (TA), der eine Haup­trol­le beim Geburtsvor­gang — während der Aus­trei­bungsphase (den Press­we­hen) spielt.

Es schult auch die Kon­trolle der Atmung & des Atem­rhyth­mus­es, sowie es eine ver­fein­erte Empfind­ung des Kör­pers und sein­er Reak­tio­nen ermöglicht. Also ist es leichter sich in seinem verän­dern­den Kör­p­er wohl & zu Hause zu fühlen — was den psy­chis­chen Stress der Verän­derun­gen erhe­blich reduzieren hil­ft!

Nach der Geburt möcht­en die meis­ten Frauen möglichst bald wieder zu ihrer ursprünglichen Form zurück­find­en. Dies ist mit herkömm­lichen Train­ingsmeth­o­d­en nicht ide­al möglich, weil diese fast auss­chließlich die ober­fläch­lichen Muskel­struk­turen ansprechen, bzw. auch zu hohen Belas­tun­gen auf die hor­monell immer noch weichen & für die Geburt beson­ders dehn­fähig gehal­te­nen Band‑, Faszien- und Sehnen­struk­turen ausüben. Weit­ers ist es mit­tels herkömm­lich­er Meth­o­d­en nicht möglich exakt und in fein anpass­bar­er Weise den am meis­ten verän­derten Fig­ur Muskel anzus­prechen und wieder in Form zu brin­gen — eben den Korsettmuskel, den queren Bauch­muskel, den TA.

Ein Pilates-Train­ing das schon vor oder in der frühen Phase der Schwanger­schaft begin­nt, bildet einen TA mit Spannkraft & ver­lei­ht die Fähigkeit diesen speziellen Muskel gut zu kon­trol­lieren.

Nach der Schwanger­schaft wird das schnelle Zusam­men­ziehen des TA auf sein ursprünglich­es oder ein besseres Niveau, als vor der Schwanger­schaft unter­stützt.

Das Ergeb­nis: Neben einem gesun­den Geist, ein flach­er, straf­fer Bauch, eine schöne Taille und neuer Kör­p­er!

Pilates zur Leistungssteigerung & Verletzungsvermeidung im Sport!

Mit Pilates Übun­gen brin­gen in jedem Sport, auf jedem Niveau eine Leis­tungssteigerung. Dies bewirkt Pilates durch eine bessere Kraft­nutzung auf­grund ein­er sta­bilen Kern- & Tiefen­musku­latur plus der effizien­ten (Wieder-)Vernetzung der Bewe­gungsmusku­latur in intel­li­gen­ten Muskel­net­zw­erken & Bewe­gung­spro­gram­men. Außer­dem durch­brechen Pilates Übun­gen die Stag­na­tion auf hohen Leis­tungs-Niveaus (Plateau-Effekt) durch seine unge­wohn­ten Auf­gaben­stel­lun­gen an Musku­latur & Bewe­gungss­teuerung. So sor­gen sie u.U. für einen uner­warteten Schub in der Entwick­lung.

Wie jed­er Anfänger & Profis­portler sehr gut weiß, beschränkt die Häu­figkeit von sport- & train­ingsspez­i­fis­chen Ver­let­zun­gen die max­i­male Kapaz­ität zum Train­ing und damit zur Leis­tungssteigerung. Ver­mei­den von Ver­let­zun­gen macht Raum frei für Train­ings- & Erhol­ungspe­ri­o­den. Damit ist Pro­phy­laxe bzw. Aus­gle­ich­strain­ing zur Ver­mei­dung von Schä­den durch Dys­bal­an­cen ein wichtiger Bestandteil von Leis­tungstrain­ing.

Die Übung ver­fol­gt den außergewöhn­lichen Ansatz der voll­ständi­gen Inte­gra­tion aller Bewe­gungskom­po­nen­ten & das vom üblichen All­ge­mein- oder sport­spez­i­fis­chen Work­out abwe­ichende Ziel, die Bewe­gungsmusku­latur auf der Basis ein­er opti­malen Stütz‑, Schutz- und Sta­bil­i­sa­tion­s­musku­latur zu entwick­eln.

Somit wird eine ide­ale Meth­ode zur Leis­tungs-opti­mierung, zum Aus­gle­ich­strain­ing und zur Reduk­tion von ver­let­zungs- & schmerzbe­d­ingten Train­ingsaus­fällen dargestellt.

Sportarten, die beson­ders davon prof­i­tieren fordern entwed­er beson­dere koor­di­na­tive Leis­tun­gen, wie diverse Kampf­s­portarten & ‑kün­ste, Tanz & Tur­nen. Sie sind stark ein­seit­ig, wie Laufen, Rad­fahren u.Ä., oder ver­lan­gen präzis­es Arbeit­en in sta­bilen u.U. ungün­sti­gen Hal­tun­gen, wie Bil­lard, Bogen­schießen, etc.

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Pilates & die Figur!

Am schnell­sten erzie­len Pilates Übun­gen, neben der Har­mon­isierung der Pro­por­tio­nen und der Hal­tung, vor allem eine Straf­fung des Bauch­es und der Taille — selb­st ohne Reduk­tion des Gewichts.

Dies ist dem queren Bauch­muskel oder trans­ver­sus abdo­min­is (TA), zu ver­danken, der deinen Kör­p­er wie ein kör­pereigenes Mieder in der Tail­len­re­gion umfasst.

Bei Anspan­nung zieht er Bauch & Taille in Rich­tung Kör­perin­neres.

Hast du schon ein­mal ver­sucht in eine zu enge Hose rein zu kom­men? Dann hast du eben­je­nen TA anges­pan­nt — aber auch beim Lachen, Hus­ten, Niesen, Gebären oder so pro­fa­nen Tätigkeit­en, wie dem Stuhl­gang kommt er zum Ein­satz.

Ist der TA schwach — und das ist er bei den meis­ten Men­schen — so wölbt sich der Bauch unter dem Gewicht Ihrer inneren Organe. Es ergibt sich jenes typ­is­che ‘Bäuch­lein’, das hart­näck­ig trotz des ver­schwun­de­nen Schmelzes bleibt.

Sobald du mit Pilates Übun­gen beginnst, wirst du den TA trainieren und der wird bald wieder eine gesunde Grundspan­nung aufweisen.

Dein Bauch wird ohne purzel­nde Kilos flach­er & deine Taille schlanker.

Pilates schafft eine kraftvolle, sta­bile, elastis­che & schützende Kör­per­mitte als Basis für die ele­gante Bewe­gung dein­er Glied­maßen. Und ein­er der wichtig­sten Akteure dieser Basis ist — zum Glück aller “Fig­ur-geplagten” — der quere Bauch­muskel.

 

Pilates & Rückenschmerzen

Die Übung ist ein Bewe­gungskonzept, dass es zur Voraus­set­zung macht Höch­stleis­tun­gen nur auf der geschützten und sta­bilen Basis ein­er intak­ten Mitte zu machen. Und dazu gehören Bauch, Taille, RÜCKEN und mit diesem natür­lich vor allem die Wirbel­säule.

Die Wirbel­säule zieht sich durch den gesamten Rumpf, trägt den Kopf und verbindet vor allem die zwei großen Kraftzverteil­er des Kör­pers — das Beck­en und den Schul­ter­gurt.

Im Bere­ich der Taille stellt die Wirbel­säule die einzige knöch­erne Stütze dar. Gestützt und geschützt nur durch ein hochkom­plex­es Muskel­ge­flecht von Sta­bil­isatoren & Bewegern — im Pilates oft als Pow­er­house beze­ich­net.

Erfüllt Kör­per­mitte ihre Auf­gabe nicht, so erhöhen sich die Belas­tun­gen auf die Wirbel­säule teils immens — ob in Ruhe­p­o­si­tion (sta­tis­che) oder durch Bewe­gungskräfte (dynamis­che). Die Dämpf­sys­teme der Wirbel­säule, die Band­scheiben, wer­den nicht mehr gle­ich­mäßig und wie vorge­se­hen belastet und begin­nen zu ver­schleißen.

Ein Moment außergewöhn­lich hoher, oder ungün­stiger Belas­tung kann zur Beschädi­gung des elastis­chen Gurts der Band­scheibe führen. Der innere Gel-Kern — ver­ant­wortlich für die Dämp­fung der auftre­tenden Kräfte — kann sich vorschieben (Pro­tru­sion) oder den Man­tel durch­brechen (Pro­laps). Dies kann zum Abklem­men des Ner­ven­stranges führen, der die Wirbel­säule rück­en­seit­ig durch­läuft und zu hefti­gen Schmerzen, Ver­lust des Tastempfind­ens, ausstrahlen­dem Kribbeln oder Stechen in die Glied­maßen und sog­ar zu Läh­mungser­schei­n­un­gen führen.

Pilates bildet die Mitte zum Träger der Hal­tung & Bewe­gung her­an und bindet die Glied­maßen an ein geschütztes, freies Zen­trum eine intak­te Wirbel­säule!

Pilates verbessert deine Körperhaltung!

Die Ursachen schlechter Hal­tung sind vielfach und keineswegs nur auf ’schlechte Gewohn­heit zurück zu führen!

Schwächun­gen und Verkürzun­gen wichtiger Muskelzüge, wie des hin­teren Ober­schenkels, der Hüft­beuger, Bauch- & Rück­en­musku­latur bee­in­flussen die Hal­tung neg­a­tiv. Der Kör­p­er ver­sucht mit den Defiziten umzuge­hen und “beugt” sich den schlecht­en Voraus­set­zun­gen — oft im wörtlichen Sinne. Run­drück­en und Hohlkreuz dienen die Wieder­her­stel­lung ein­er Grund­bal­ance unter schlecht­en Voraus­set­zun­gen.

Bleibt diese schlechte Hal­tung so muss sich der Kör­p­er in seinen Bewe­gung­spro­gram­men auf die — zum schlecht­en — verän­derten Bedin­gun­gen ein, die geän­derten Druck- und Zugver­hält­nisse tre­f­fen Gelenke & Wirbel­säule nicht ide­al. Abnutzungser­schei­n­un­gen, Knor­pelschä­den, Bewe­gungss­chmerzen, Wirbel­säu­len­schä­den sind auf Dauer unauswe­ich­lich — beson­ders wenn man sich viel belastet & bewegt!

Am Ende ste­hen “gewohn­heitsmäßig” schlechte Hal­tung & erzwun­gene Bewe­gungsar­mut! Let­zteres ein Haupt­fak­tor von Herz­in­fark­ten.

Da Pilates eine Bewe­gungskun­st ist — eine Übung, dass die Qual­ität von Bewe­gung zum Haupt­in­halt hat — ist klar, dass es viel Wert auf eine gesunde Kör­per­hal­tung legt. Nur durch diese ist ele­gante, kraftvolle & trotz­dem scho­nende Bewe­gung möglich.

Pilates sorgt daher in Vor­bere­itung, Wieder­her­stel­lung und auch im Spitzen­train­ing immer dafür, dass die Hal­tungsmusku­latur in bestem Zus­tand ist und die Bewe­gung ‘trägt’.

Davon prof­i­tieren heutzu­tage vor allem auch Men­schen, die an Ihrer Hal­tung aus ästhetis­chen oder medi­zinis­chen Grün­den lei­den.

Gute Kör­per­hal­tung braucht Kraft, Beweglichkeit & gute Gewohn­heit!

 

Warum Madonna Pilates macht

Jed­er von uns hat die Lust in sich ver­steckt, her­aus zu find­en, ob er nicht irgen­det­was gemein hat, mit jenen berühmt-berüchtigten Celebri­ties der Büh­nen und Lein­wände!

Wie du siehst betreiben neben Madon­na auch viele andre Stars, weib­liche & männliche, Pilates und bekun­den Ihre Begeis­terung von Pilates auch öffentlich!

 

Uma Thur­man

Liv Tyler

Char­l­ize Theron

Cindy Craw­ford

Car­rie-Anne Moss (Matrix)

Jamie Lee Cur­tis

Faye Dun­n­away

Cather­ine Zeta-Jones

Jodie Fos­ter

Sharon Stone

Sarah Jes­si­ca Park­er (Sex & the City)

Brad Pitt

Richard Gere

Hugh Grant

John Cleese 🙂

Rod Stew­art

Pat Cash

Patrick Swayze

Dan­ny Glover

Englis­ches Krick­et Team

Cleve­land Indi­ans (US-Base­ball Team)

Deutsche WM-Fußball­mannschaft

Warum diese Stars Pilates machen sagen Sie teil­weise selb­st & teils lässt es sich leicht errat­en. Kör­per­lich vir­tu­ose Film­rollen, wie die von Car­rie-Anne Moss, die in “Matrix” die weib­liche Haup­trol­le spielte oder auch zehrende Konz­ert-Touren, wie jene von Madon­na, fordern eine sehr effiziente und zielführende Meth­ode zur Vor­bere­itung auf diese Stra­pazen. Nur so ist es möglich, die nötige Leis­tungs­fähigkeit, Gesund­heit & kör­per­liche Attrak­tiv­ität noch neben all jenen anderen Auf­gaben auf höch­stem Niveau zu hal­ten.

Du sollst jedoch auch immer vor Augen hal­ten, dass diese Stars erhe­bliche Sum­men und im Falle eines Ziel­train­ings für einen Film auch viel Zeit aufwen­den, um Pilates zu trainieren!

Fazit

Im Zen­trum der Pilates Übun­gen ste­ht das soge­nan­nte „Pow­er­house“, also die in der Kör­per­mitte liegende Musku­latur. Mit­tler­weile hat sich Pilates zu einem echt­en Trend entwick­elt, der jedoch ver­schieden inter­pretiert wer­den kann. Die einen wür­den die Pilates Übun­gen eher mit Well­ness in Verbindung brin­gen, für die anderen ist es dann doch eher ein ganzheitlich­es Kör­per­train­ing – was dem Begrün­der, welch­er selb­st ein­mal Box­er war, sich­er auch eher im Sinn lag.

Der Pilatesver­band bietet in diesem Zusam­men­hang ein­schlägige Aus- und Weit­er­bil­dun­gen an, die in der Zun­ft auch dur­chaus anerkan­nt sind. Wer sich für Pilates Übun­gen inter­essiert, sollte sich denn auch stets nach der jew­eili­gen Qual­i­fika­tion des Train­ers erkundi­gen. Damit man auch als nicht Anfänger sich­er geht, ein wirk­lich nach­haltiges und nach Joseph Pilates authen­tis­ches Fit­nesstrain­ing genießen kann.

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