So fing alles an: Die Geschichte des Joggens

So fing alles an: Die Geschichte des Joggens
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Seit­dem es den Men­schen gibt, läuft er. Er musste laufen um zu über­leben, um zu Jagen und um sich zu ver­mehren. Das Laufen ist also qua­si in die Wiege gelegt wor­den und ist etwas ganz Natür­lich­es. Heute ist das Laufen, bzw. das Joggen für sehr viele Men­schen ein Freizeit­sport um sich Fit zu hal­ten. Zwar gibt es auch Läufer, die es ohne zu Joggen sich das Leben nicht mehr vorstellen kön­nen, doch für die Mehrheit ist es ein Bre­it­en­sport. Heute geben etwa 15% der Men­schen in Deutsch­land über 14 Jahren laut dem Insti­tut für Demoskopie Allens­bach an, dass sie ab und zu joggen gehen, und 5%, dass sie häu­fig joggen gehen (hier find­et man die Sta­tis­tik). Wie es dazu kam, wird nun im Fol­gen­den erk­lärt.

Die Ursprünge

Das erste Mal wird das Wort „jog­ging“ 1592 in der Komödie The Tam­ing of the Shrew von Shake­spear erwäh­nt. Es kommt von dem Wort „to jog“ und heißt wörtlich Über­set­zt trot­ten. Zwar wur­den um das 18. Jahrhun­dert schon Langstreck­en­läufe absolviert, vom Joggen hat­te aber noch nie­mand etwas gehört, bis 1952 Dr. Ernst von Aak­en kam. Dieser Sportmedi­zin­er hat sich vehe­ment für das Lauf­train­ing einge­set­zt und war selb­st lei­den­schaftlich­er Läufer, doch er kon­nte nur wenige Men­schen davon überzeu­gen.

Die Geschichte des Joggens | (CC BY-NC-SA 2.0) von dif­f­endale

Der Anfang

Erst 10 Jahre später wurde der erste Laufvere­in „Auck­land Jog­gers Club“ in Neusee­land gegrün­det. Arthur Lydi­ard war ein­er der ersten, der auch die gesund­heitlichen Aspek­te des Joggens erkan­nt hat. Zudem hat­te die Olympia­mannschaft Aus­traliens nach dem Lauf­train­ing trainiert und erlangte zahlre­iche Medaillen. Dieses Ereig­nis brachte den Amerikan­er Bill Bow­er­mann das Joggen näher zu beleucht­en und brachte im sel­ben Jahr 1962 den Besteller „Jog­ging“ her­aus, welch­er sich Mil­lio­nen­fach in Ameri­ka verkauft hat­te. Durch das Buch brachte auch in Deutsch­land eine Jog­ging Welle aus. Der Medi­zin­er und Sport­papst Dr. Ken­neth Coop­er entwick­elte 1968 den Coop­er-Test, somit kon­nte jed­er einen Fit­nesstest machen.

Der Hype

In den 1970 Jahren gab es einen wahren Fit­ness und Jog­ging Hype. Das Maskottchen Trim­my der Trimm-dich-Bewe­gung war qua­si ein Volk­sheld und über­all im Land bekan­nt. 1974 fand in Berlin auch der erst Marathon statt. Zwar nur mit knapp 250 Teil­nehmern im Gegen­satz zu heute mit vie­len Tausenden Läufern. Ein weit­eres Buch von James Fixx „The Com­plete Book of Run­ning“ von 1977 machte die Fit­ness­rev­o­lu­tion kom­plett.

Und heute?

Ab den 1980er Jahren entwick­elt sich die Sportin­dus­trie sehr stark weit­er. Beson­ders die Lauf­schuhe wer­den immer wieder neu bear­beit­et und verbessert. Der Jog­ger hat viel mehr Halt, Dämp­fung und auch für Läufer mit Fußfehlstel­lun­gen gibt es mit­tler­weile zig Mod­elle. Auch die Lauftech­nik hat sich immer wieder gewan­delt. Ein großer Durch­bruch gelang let­ztens Nike 2004 mit seinem Bar­fußschuh welch­er das Zeital­ter des Nat­u­rals Run­ning ein­läutete.

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