Body Mass Index – ist er Relevant?

Body Mass Index – ist er Relevant?
4.2
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Wie ste­ht es mit den guten Vorsätzen dieses Jahr?

Der Som­mer kommt bes­timmt und die Fig­ur sollte langsam aber sich­er in Rich­tung Som­mer Tauglichkeit getrimmt wer­den. Diäten gibt es wie Sand am Meer, die meis­ten beziehen sich mit ihren Angaben auf den BMI als Richtwert.

  1. So rel­e­vant ist der Body-Mass-Index wirklich
  2. Was ist der Body Mass Index — BMI?
  3. Den Body Mass Index berechnen
  4. Was sagt der BMI aus?
  5. Visz­erales Fett
  6. Body-Abdomen-Index (BAI) berechnen
  7. Faz­it

So relevant ist der Body-Mass-Index wirklich

Übergewicht ist keines­falls nur ein ästhetis­ches Prob­lem. Über­schüs­siges Fett bewirkt im Kör­p­er eine Rei­he schw­er­wiegen­der, auf Dauer krank machende Verän­derun­gen. Um festzustellen, wann jemand übergewichtig ist und er etwas dage­gen tun sollte, gilt der Body-Mass-Index als Indikator.

Was ist der Body Mass Index — BMI?

Beim Body-Mass-Index oder auch kurz BMI, han­delt es sich um eine math­e­ma­tis­che Formel die unser Kör­pergewicht in Rela­tion zu unser­er Größe set­zt. Dem Erfind­er Adolphe Quetelet (1796–1874) ging es damals darum eine math­e­ma­tis­che Größe für den „nor­malen“ Men­schen zu find­en mit der lediglich Stan­dard­pro­por­tio­nen beschrieben wer­den soll­ten. Fett und Übergewicht spiel­ten keine Rolle in seinen Berech­nun­gen. Trotz­dem tauchte die Formel 1972 unter der Beze­ich­nung Body-Mass-Index in einem von Ancel Keys veröf­fentlicht­en Artikel wieder auf und wurde auf­grund der ein­fachen Berech­nung als Kri­teri­um für Übergewicht herangezogen.

Den Body Mass Index BMI berechnen

Berech­net wird der BMI indem man das Kör­pergewicht (in kg) durch die quadri­erte Kör­per­größe (in m²) dividiert.


BMI = (Kör­pergewicht in kg) : (Kör­per­größe in m)²


Beispiel: Mit einem Gewicht von 90 kg bei ein­er Größe von 1,75 m, ist der BMI gerun­det auf eine Nachkom­mas­telle 29,4.

Rech­nung:

BMI = 90 : (1,75 x 1,75)

BMI = 90 : 3,0625

BMI = 29,3877

Klas­si­fizierungBMIBew­er­tung
Untergewicht<18,5Eine weit­ere Gewichtsab­nahme ist gefährlich.
Nor­mal­gewicht18,5 – 24,9Abnehmen ist nicht nötig.
Übergewicht bzw. Päadipositas25−29,9Kann belas­ten. Solange die Gesund­heit jedoch nicht bere­its durch zum Beispiel Bluthochdruck, Dia­betes, Fettstof­fwech­sel­störun­gen, Gicht, Band­scheiben­vor­fällen, Rheuma oder Osteo­porose eingeschränkt ist, beste­ht nicht zwin­gend die Notwendigkeit abzunehmen.
Adi­posi­tas Grad I30−34,9Eine Gewichtsab­nahme kann die Gesund­heit begün­sti­gen. Ein präven­tiv­er Nutzen ist bei ein­er Gewichtsab­nahme zu erwarten.
Adi­posi­tas Grad II35−39,9Es beste­ht ein erhöht­es Risiko für die Gesund­heit. Abnehmen kann sich stark pos­i­tiv auf die Gesund­heit auswirken. Es sollte ein Arzt aufge­sucht werden.
Adi­posi­tas Grad III≥40Es beste­ht ein sehr hohes Risiko an ein­er schw­eren Gesund­heitsstörung zu lei­den. Es sollte unbe­d­ingt ein ärztlich­er Rat einge­holt werden.

(Mod­i­fiziert nach WHO 2000 — World Health Organ­i­sa­tion)

Gemäß der Klas­si­fika­tion der Welt­ge­sund­heit­sor­gan­i­sa­tion lässt sich dieser Wert einord­nen. Ab einem BMI von über 25 spricht man von Übergewicht, ab 30 von Adi­posi­tas. Liegt er über 35, wird es gefährlich: Dann ist das Dia­betes­risiko um das 50-Fache erhöht, das Risiko einen Herz­in­farkt oder Schla­gan­fall zu bekom­men verdoppelt.

Was sagt der BMI aus?

Ist man mit einem BMI von über 25 automa­tisch übergewichtig? – Nein!

Der Body-Mass-Index war jahre­lang der wichtig­ste Indika­tor für eine Einord­nung, ob man übergewichtig ist, oder nicht. Allerd­ings sagt der BMI nur etwas über das Ver­hält­nis von Kör­per­größe zu Gewicht aus. Dies ist jedoch nicht wirk­lich aus­sagekräftig, da der BMI ver­schiedene Fak­toren nicht berück­sichtigt. Diese sind beispiel­sweise:
✓ das Alter
✓ das Geschlecht
✓ die Musku­latur
✓ der Körperfettanteil

Diese Fak­toren sind jedoch entschei­dend um etwas über den Gesund­heit­szu­s­tand ein­er Per­son aus­sagen zu kön­nen. Für viele Per­so­n­en ist der Body Mass Index irrel­e­vant. Hierzu zählen unter anderem Schwan­gere, Kraft­sportler und alle fit­ten Men­schen, die viel Muskel­masse haben.

Die Rel­e­vanz des BMI ist damit sehr fragwürdig.

Auch Prof. Dr. Ingo Froböse hat sich bewusst von der üblichen Mes­sung des BMI entfernt:

„Denn das visz­erale Bauch­fett hat für […] die Gesund­heit eine viel größere Bedeu­tung als das Ver­hält­nis von Kör­per­größe zu Körpergewicht.“

Eine bessere Methode,die Gefahr des Gewichts auf den Gesund­heit­szu­s­tand einzuschätzen, ist die Berech­nung des soge­nan­nten BAI dem Body-Abdomen-Index.

Viszerales Fett

Der Kör­p­er spe­ichert Energie in Form von weißem Fett. Diese Spe­ich­er befind­en sich vor allem an Bauch und Gesäß sowie in der Bauch­höh­le. Das Fett in der Bauch­höh­le, auch visz­erales Fett genan­nt, ist beson­ders gefährlich, weil es zwis­chen den Orga­nen wie Magen, Leber und Darm ein­ge­lagert wird und haupt ver­ant­wortlich ist für die vie­len Gesund­heitsstörun­gen, die mit Übergewicht in Verbindung gebracht wer­den, wie zum Beispiel Dia­betes, Insulin­re­sistenz, Störun­gen des Immun­sys­tems, Bluthochdruck und Fettstof­fwech­sel­störun­gen. Um her­auszufind­en, wie viel man von diesem gefährlichen Fett im Bauchraum hat, ist der BMI nicht geeignet, die bessere Alter­na­tive ist die Berech­nung des Body-Abdomen-Index (BAI) oder die Mes­sung des Bauchumfangs.

Body-Abdomen-Index (BAI) berechnen

Der Body-Abdomen-Index oder BAI bes­timmt das Ver­hält­nis von Tail­lenum­fang zu Kör­per­größe und gibt Auf­schluss darüber, wie Hoch der Anteil an gefährlichem Bauch­fett in Ihrem Kör­p­er ist. Eine genaue Ein­schätzung sollte durch einen Arzt erfol­gen, sollte sich nach Bes­tim­mung des BAI her­ausstellen, dass sich ein hoher Anteil von visz­eralem Fett im Kör­p­er befindet.


BAI = (Tail­lenum­fang in cm) : (Kör­per­größe in cm)


Beispiel: Mit einem Gewicht von 90 kg bei ein­er Größe von 1,75 m, ist der BAI 0,514.

Rech­nung:

BAI = 90 cm : 175 cm

BAI = 0,514

Ein Risiko für die Gesund­heit beste­ht in fol­gen­den Situationen:

AlterWert
Unter 40Über 0,5
Zwis­chen 40–50Über 0,53
Über 50Über 0,55

Eine noch ein­fachere Meth­ode ist die Mes­sung des Bauchum­fangs an der dick­sten Stelle. Ist der Umfang an dieser Stelle bei Frauen größer als 87 cm und bei Män­nern größer als 100 cm, beste­ht Hand­lungs­be­darf. Die Gefahren für die Gesund­heit durch das visz­erale Bauch­fett sind dann deut­lich erhöht.

Fazit

Da das Wohlfühlgewicht oft täuschen kann, soll­test du dich in Zukun­ft nicht mehr auf dein Gefühl ver­lassen, son­dern genau prüfen, ob sich nicht vielle­icht doch ein paar Pfunde mehr auf deinen Rip­pchen ange­set­zt haben.

Aber selb­st dann gibt es keinen Grund zu verzweifeln. Auf dieser Seite find­est du eine Vielzahl an hil­fre­ichen Tipps, wie du durch gesunde Ernährung in Kom­bi­na­tion mit eini­gen ein­fachen Fit­nessübun­gen wieder deine Bikinifig­ur zurück gewin­nen kannst.

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